Nicht ohne meinen Kern
Aber wieso ist der Markenkern so wichtig? Weil er die Identität der Marke auf den Punkt bringt. Sie auf das Wesentliche, ihre innerste Essenz, verdichtet. (Auf Neudeutsch daher auch gern „Brand Essence“ genannt). Idealerweise reduziert sich der Markenkern auf ein einziges Wort. Das die Marke einzigartig erlebbar macht. Das innerer Ausgangspunkt und Puls für alles ist, was die Marke tut und ausmacht. Heute, morgen, und in zwanzig Jahren. Einige bekannte Markenkern-Beispiele: BMW „Freude“, Nivea „Pflege“, Apple „Andersdenken“.
Goldgräbermentalität
Das Problem mit dem Markenkern: Er liegt häufig nicht auf der Hand, sondern ist tief vergraben. Unter Schichten von Verkaufsbotschaften, Markenattributen, Werten, persönlichen Meinungen … Und er ist oft anders, als man zunächst denkt.
Bis man ihn freigelegt hat, heißt es: Schürfen. Was zugegeben Arbeit und Zeit kostet. Sich aber letzten Endes immens auszahlt. Auch, weil der Markenkern Markenentscheidungen einfacher, schneller und präziser macht. Indem man ihn als Prüfstein für alle Aktivitäten nutzt.
Zudem nicht zu unterschätzen: Gemeinsame Identitätsfindung macht Spaß und schweißt das Team zusammen.
Abklopfen
Auch wir haben in unserem Markenkern-Workshop – und allen damit verbundenen Vorarbeiten – unser Innerstes in jeder Beziehung nach außen gekehrt. Gefühlt hatten wir dann unseren Markenkern relativ zügig herausgearbeitet: Wir sind: „echt“. Genau. Freude!
Aber wirklich und echt jetzt?
Keine Markenkernentscheidung ohne umfassende Analyse! Entsprechend klopften wir unseren Kern intensiv nach allen Seiten ab.
Stimmt er faktisch, ist er beweisbar? Ist er strategisch richtig? Kann jede und jeder im Team ihn voll und ganz vertreten? Deckt er sich mit dem, was unsere Kunden- und Netzwerkbefragung zurückgespielt hat? Ist er vom direkten Wettbewerb schon besetzt? Hat er langfristig Bestand?